Universitätsbibliothek

Zwischen Schwarz und Rot

vom 6.11.-30.11.2007 im Bonatzbau

Aus der umfangreichen Sammlung von Malerei und Druckgraphik des Informel in der Tübinger Stiftung Kunst und Recht präsentiert die Ausstellung eine Auswahl an druckgraphischen Mappenwerken und Malerbüchern, die von Vertretern dieser internationalen Kunstrichtung geschaffen wurden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entwickelte sich in weiten Teilen der westlichen Welt mit dem Informel eine abstrakte Kunstrichtung, deren Name den Verzicht auf jegliche geometrische Formensprache und traditionelle Kompositionsprinzipien beschreibt. Kennzeichnend für die nun verbreitete Auffassung der Künstler war ein neuer Bildbegriff, in dessen Zentrum der eigentliche, spontane Malakt und ein meist offenes Endergebnis stehen.

Neben der Malerei widmeten sich viele der Künstler auch den druckgraphischen Verfahren, die sie häufig innovativ erweiterten. Zahlreiche der druckgraphischen Arbeiten entstanden dabei nicht als Einzelblätter, sondern als Serien und Folgen. Sie konnten als lose Blätter in eine Mappe eingelegt werden (Mappenwerke) oder gemeinsam mit den Texten von klassischen oder modernen Autoren in bibliophilen Ausgaben erscheinen (Malerbücher).

Die Ausstellung versammelt Mappenwerke und Malerbücher von informell arbeitenden Künstlern aus fünf Jahrzehnten, darunter Werke von Hans Hartung, Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, Antoni Tàpies und Hann Trier.