Universitätsbibliothek

In Bausch und Bogen

Schöpfsiebe und Wasserzeichenpapier in der Stiftung Zanders

Ausstellung vom 10.6.-1.7.2002

Der Titel der Ausstellung erinnert an die alte Bezeichnung "Pauscht", worunter die Papiermacher den kleinen Stapel von Einzelblättern und Filzen verstanden: nach dem Schöpfen des Papierbogens legte man zum ersten Abpressen (Gautschen) des überflüssigen Wassers zwischen jedes Blatt einen Filz. Lagen 181 Bögen zwischen 182 Filzen, so war dies der Pauscht (Bausch), der dann zur weiteren Entwässerung in eine Presse kam. Noch heute ist die Redensart "In Bausch und Bogen" im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt.

Insgesamt 120 Exponate vermitteln sowohl einen Überblick zur Geschichte der Papierherstellung allgemein, als auch zur Entstehung und Technik der Wasserzeichen. Die Ausstellung aus den Beständen der Stiftung Zanders entstand aus der Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Archiv- und Museumsamt des Landschaftsverbands Rheinland und wird durch einige Exponate aus Tübingen ergänzt.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Firma ZANDERS Feinpapiere AG, Teil von M-real (Finnland), die sich freut, das Bücherfest auf diese Weise zu unterstützen.