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Tag 1: Madagaskar

Daten und Fakten

Kulturelle Highlights

1. Wochentage der Madagassen

Bei den Madagassen unterliegt die Woche den immer wiederkehrenden astrologischen Regeln:

Freitag: Zoma, ein Tag, der insbesondere für Beerdigungen bestimmt ist. Es ist ein machtvoller Tag, seine Farbe ist rot.

Samstag: Asabotsy hat die Farbe blau. Es ist der Tag der Jugend und der Reinigungszeremonien.

Sonntag: Alahady, ein Tag, an dem man auf keinen Fall beerdigen darf. Es ist der weiße Tag, der gut ist, um Opfer zu bringen. Weiße Nahrungsmittel müssen am Sonntag unbedingt gemieden werden.

Montag: Alatsinainy ist ein schwarzer Tag, es ist der Tag der Sorgen und des Streits. Das Essen von Gemüse ist verboten.

Dienstag: Talata ist ein strahlender Tag. Ein guter Tag für die leichten und angenehmen Dinge des Lebens. Alles Dreifarbige ist zu meiden.

Mittwoch: Alarobia ist ein brauner Tag. Es ist der Tag der Frauen und der Liebesschwüre. Braune Lebensmittel sind zu meiden.

Donnerstag: Alakamisy ist ein finsterer Tag, der Tag der Sklaven und der Sorgen. Alles, was von Sklaven kommt, ist zu meiden.

2. Umwendung der Toten

Dieses Fest wird famadihana genannt und ist ein wichtiger Brauch der Madagassen. Von Zeit zu Zeit (in unregelmäßigen Abständen etwa alle 10 Jahre) werden die sterblichen Überreste der Vorfahren und Verwandten aus ihren Gräbern geholt. Sie werden in Bastmatten eingerollt und es wird mit ihnen ein gemeinsames Fest gefeiert- so bleiben die Toten ein paar Stunden bei ihren Angehörigen, bevor sie wieder neu eingekleidet und eingewickelt in das Grab zurückgelegt werden.

Tag 2: Polynesien

Daten und Fakten

Polynesien ist sowohl eine großflächige pazifische Inselregion, als auch die östlichste der Kulturregionen Ozeaniens. Mit einer Gesamtfläche von knapp 50 Millionen km², wovon nur 294.000 km² Landfläche sind, ist sie die größte Inselregion Ozeaniens.

Kulturelle Highlights

Musik und Tanz

Auf vielen polynesischen Inseln war in Zeiten der Missionierung und Kolonisierung die Aufführung traditioneller Tänze und Gesänge verboten. Tänzer und Tänzerinnen waren hochangesehene Spezialisten. Heutzutage wird versucht, diese alte Tradition wiederzubeleben.

Auf Hawaii hat der traditionelle Hula-Tanz wieder eine große Zahl an Menschen angezogen. 20 bis 30 Stunden in der Woche widmen sie sich ausschließlich dem Tanz und der Musik. Hula ist ein erzählender Tanz. Er entwickelte sich in Hawaii, der Inselgruppe, die die nördliche Spitze des „polynesischen Dreiecks“ bildet und heute der 50. Bundesstaat der USA ist. Hula ist deshalb verwandt mit den Tanzformen anderer polynesischer Völker, hat aber wegen der großen Entfernung Hawaiis zu den anderen polynesischen Inseln eine eigenständige Entwicklung durchlebt.

Lernen Sie nun den Hula-Tanz.

Tag 3: Laos

Daten und Fakten

Touristen schätzen die Ursprünglichkeit des kleinsten Landes der Mekong-Region. Doch für den Großteil der Bevölkerung der Demokratischen Volksrepublik Laos bedeutet die Rückständigkeit ihrer Heimat vor allem eins: Armut.

Hinzu kommt eine niedrige Alphabetisierungsrate - so können nur zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen über 15 Jahren lesen und schreiben.

Kulturelle Highlights

Sepak Takraw

"Kick den Rattan" - die exotisch klingende Übersetzung von Sepak Takraw macht bereits deutlich, worum es bei dieser Sportart geht: ein Rattanball wird über ein Netz gekickt - Berührungen mit der Hand sind verboten.

Sepak Takraw ist eine spektakuläre Sportart, die den Spielern neben Kondition vor allem artistisches Können abverlangt. Zwei Mannschaften mit je drei Spielern treten gegeneinander an.

Ein etwa 180 Gramm schwerer Rattan- oder Synthetikball wird ohne den Boden des eigenen Feldes zu berühren über ein Netz in das gegnerische Feld gekickt. Mit Händen oder Armen darf er nicht gespielt werden. Drei Ballkontakte pro Team sind maximal erlaubt. Ziel ist es, ähnlich dem Volleyball, den Rattanball für die gegnerische Mannschaft unerreichbar in das Feld zu schießen.

Der Ball ist geflochten, also nicht mit Luft aufgepumpt, das gibt ihm eine spezielle elastische Eigenschaft. Durch einen so genannten Insidekick wird der Ball hoch in die Luft gestellt, damit ein Spieler ihn mit akrobatischen Schüssen wie Scherenschlägen oder Fallrückziehern ins gegnerische Feld schießen kann. Bei diesen Schüssen kann der Ball Fluggeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde erreichen.

Tag 4: Montenegro

Daten und Fakten

Kulturelle Highlights

Nationalpark Biogradska Gora: Der Urwald des Parks ist einer der letzten drei Urwälder Europas. Der Park beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna. Der Biograder See ist das Herz des Parks. Der Nationalpark ist auch bekannt durch archäologische Funde und historische Werke.

Nationalpark Durmitor: Dieser Nationalpark ist ein UNSECO Denkmal. Im Park findet sich Montenegros Wintersportzentrum. Sehr eindrucksvoll sind die 18 Gletscherseen, auch "Gebirgsaugen" genannt. Auf dem Fluss Tara können Touristen die Schönheit des Canyons per Floß oder Kajak erkunden.

Nationalpark Lovcen: Der Nationalpark liegt im gleichnamigen Lovcen-Gebirge. Die grandiosen Ausblicke hinterlassen bleibende Eindrücke. Im Park sind zahlreiche Dörfer beheimatet, in denen man landestypische Architektur bewundern und Spezialitäten genießen kann. Zudem gibt es dort zahlreiche sakrale Objekete sowie das Mausoleum eines großen einheimischen Dichters und Herrschers.

Nationalpark Skadarsee: Herzstück des Parks ist der gleichnamige See, der Größte der Balkanseen. Er verfügt über ausgezeichnete Strände. Der Park beheimatet zahlreiche, zum Teil seltene, Vogelarten. Auf den Inseln sind zahlreiche einsame Klöster zu finden. Weinkenner wissen die edlen Tropfen aus dem Hinterland zu schätzen.

Tag 5: Montana

Daten und Fakten

Montana, auch "Land des weiten Himmels" genannt, zieht durch die besondere Landschaft mit ihrer natürlichen Schönheit viele Touristen an. Montana zählt zu den so genannten "Mountain States", die von den Rocky Mountains durchzogen werden.

Die Rocky Mountains decken 2/5 des Landes ab und die restlichen 3/5 sind Prärie mit vielen Ranges. Das Land ist sehr weitläufig und man hat das Gefühl, als gäbe es einen unendlichen Horizont, denn der Blick in die Ferne wird zu 80% mit Himmel ausgefüllt. Diese Besonderheit des weiten Horizonts ist sehr beliebt bei Touristen, um sich die Weite und dünne Besiedlung Montanas vorstellen zu können.

Die Hauptstadt von Montana ist Helena. Ihr Spitzname "Staat der Schätze" begründet sich durch die Vielzahl an Bodenschätzen und natürlichen Ressourcen wie Erdöl, Kohle, Kupfer, Silber und Gold.

Kulturelle Highlights

  1. Roe River

Er ist der kürzeste Fluss der Welt und wird als solcher auch im Guinness-Buch der Rekorde gelistet. Seine Länge beträgt etwas mehr als 61 Meter. Er entspringt den Giant Springs in der Nähe der Stadt Great Falls im US-Bundesstaat Montana und mündet in den Missouri River.

2. Museum of the Rockies

Das Museum of the Rockies ist ein Naturkundemuseum der Montana State University und der Smithsonian Institution in Bozeman. Das Museum beherbergt eine der größten Dinosaurier Sammlungen der Vereinigten Staaten. Es ist auch offizielle Sammelstelle des Staates Montana. Es beherbergt auch völkerkundliche Sammlungen und Sammlungen zur Geschichte Montanas, so ein Museumsdorf Tinsley House, ein Farmhaus des 19. Jahrhunderts aus Willow Creek, das 1989 hinter das Museum transportiert wurde. Das Museum beherbergt auch ein Planetarium.

3. Montana State University – Bozeman

Die Universität ist mit 12.250 Studenten nach der University of Montana die zweitgrößte Hochschule in Montana. Die Montana State University wurde 1893 als das Agricultural College of the State of Montana gegründet. Besonders bekannt für ihre Qualität sind Studiengänge in den Bereichen Agriculture, Architecture (NAAB), Business (AACSB), Computer Science (CSAB), Engineering (ABET), Film Production, Nursing und Sciences. Jährlich erhält die Universität 102 Millionen US$ für Forschung und kreative Aktivitäten, an denen Studenten aus den ersten Semestern teilnehmen können.