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Conrad Gessner (1516-1565)

Conrad Gessner war ein Züricher Gelehrter und Arzt, der als Sohn eines Kürschners aus ärmlichen Verhältnissen stammte. Aus der Not heraus wurde er ab 1521 bei einem Großonkel untergebracht, der ihn zur Schule schickte und ihn Kräuterkunde lehrte. Die Botanik blieb zeitlebens Gessners besondere Leidenschaft.

Sein Studium der Theologie, Naturwissenschaften und Medizin musste er durch Stipendien und Unterricht finanzieren, und verlief anfangs, wie er selbst sagte, „unordentlich“, ohne Anleitung eines älteren Ratgebers, wahllos den eigenen Interessen folgend. Diese „Nachlässigkeit“ führte auf den Weg zum Naturgeschichtsschreiber, der er einmal werden sollte.

Er erwarb in Basel den medizinischen Doktortitel und nahm 1541 seine Tätigkeit als Arzt in Zürich auf. Gessner begann das Bücherschreiben eigentlich, um sein schmales Gehalt aufzubessern, betrieb es aber dann unermüdlich mit wissenschaftlichem Eifer und Forscherdrang. Die jahrelange Doppelbelastung durch Arztberuf und Schreiben griff seine Gesundheit stark an, und während er andere heilen konnte, starb er selbst mit nur 49 Jahren an der Pest.

 

  

[Bild Meerschweinchen aus: Conrad Gessner: Historia Animalium Bd. 2, Zürich, 1554. – Bl. 19. – UBT: Bh 7.2-2]

 

Eines seiner berühmtesten Werke ist das Tierbuch „Historia Animalium“ (1551-1558). In vier Bänden auf 3500 Seiten versuchte Gessner, alle bekannten Tiere in Text und Bild zu beschreiben: Vierfüßer, Vögel, Fische und Meerestiere. Gessner nutzte alle verfügbaren Quellen: die gesamte bekannte Literatur von der Antike bis zur Gegenwart, Briefverkehr mit befreundeten Wissenschaftlern und Künstlern und eigene Beobachtungen. Da er nicht alle Angaben selbst überprüfen konnte, sind auch Tiere wie der gehörnte Hase und das Einhorn enthalten.

Gessner war es wichtig, seine Quellen zu nennen „so oft in meinen Schriften etwas vorkommt, was ich einem anderen Gelehrten verdanke.“ Er bemühte sich, auch die Tiere aus der Neuen Welt zu verzeichnen. Eins davon konnte er sogar selbst beobachten: das indianische Kaninchen, genannt Meerschweinchen, das ihm ein Augsburger Arzt schenkte.

Gessner verfasste unter anderem auch ein Schlangenbuch, ein Insektenbuch, ein Fossilienbuch und medizinische Bücher. Nur das Werk, das ihm am meisten am Herzen lag, blieb wegen seines frühen Todes unvollendet: ein Pflanzenbuch.

 

     

Literatur:

  • Leu, Urs B.: Conrad Gessner. – Zürich, 2016. – UBT: 56 A 5228
  • Widmann, Hans: Sonderdruck des Nachwortes … zu der Faksimileausgabe von Conrad Gesner. – Osnabrück, 1966. – UBT: 6 B 606
  • Fischer, Hans: Conrad Gessner 1516-1565 – Universalgelehrter, Naturforscher, Arzt. – Zürich, 1967. – UBT: 7 B 414
  • Ley, Willy: Konrad Gesner. – München, 1929. – UBT: Ba 549-15/17

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