Literaturschutzgebiete

Radierungen und Collagen von Xenia Muscat

... zu verschiedenen Veranstaltungen, Vorlesungen und Seminaren von Prof. Dr. Jürgen Wertheimer.

 

Die Radierungen entstanden - zumindest teilweise und im ersten Zustand - in den Vorlesungen selbst, etwa bei „Schlüsseltexte der Weltliteratur”, einer Vorlesung im Rahmen des Studium Generale, im WS 2005/2006 im Hörsaal 21 im Kupferbau.

 

Daraus ergab sich die Notwendigkeit zu kleinen Arbeiten, und das Querformat erwies sich als am Besten geeignet, um Gesehenes, Gehörtes und Assoziiertes zeichnerisch nachzuerzählen. Zum Ausgangspunkt wurden häufig die schon vor der Vorlesung via Tageslichtprojektor projizierten Abbildungen.


Bei Henning Mankell z. B. war es das Foto einer Straßenmalerei, deren ornamentale Symmetrie sechs Flaschen Wein verknüpfte. Am selben Abend wurde auch Kafka als universeller Autor vorgestellt, was dazu führte, daß sie sich auf meiner Radierplatte begegneten. Auch der Projektor, sein Lichtfeld, Mitgeschriebenes, die Zuhörer und der Redner selbst, kommen ins Bild.
Technisch gesehen, handelt es sich bei den Radierungen um Strichätzungen, Aquatinta und Vernis-Mou Drucke, Collagen daraus und Überzeichnungen.

 

Die mit 1/1 bezeichneten Blätter sind Unikate. Neben den motivischen
Querverweisen und Variationen, waren transparente Überlagerungen, Schablonen- und Mehrfachdrucke, kombinierte Platten, eine Möglichkeit darzustellen, wie Professor Wertheimers Vortrag das Publikum in den
imaginären Raum der Literatur entführt hat. „Im Weltliteraturmeer schwimmen” war die Formulierung, die für mich dazu führte, die Zuhörer im Hörsaal 21 als Mitschwimmer zu  begreifen und die Bilder dazu zu erfinden.

 

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