Matthias Erzberger (1875-1921) - Reichsminister in Deutschlands schwerster Zeit

Ausstellung vom 24.10.-28.12.2005 im Bonatzbau

 

Matthias Erzberger (1875 - 1921) wurde, aus einfachen Verhältnissen stammend, 1903 für den Wahlkreis Biberach als Zentrumsabgeordneter in den Reichstag gewählt. Im Ersten Weltkrieg setzte er sich für einen Verständigungsfrieden und innenpolitische Reformen ein. Im Oktober 1918 wurde er im Kabinett von Reichskanzler Prinz Max von Baden Staatssekretär und Leiter der deutschen Waffenstillstandskommission. Mit seiner Unterschrift am 11. November 1918 in Compiègne endete der Erste Weltkrieg.

 

Der erfahrene Parlamentarier und überzeugte Republikaner wurde zu einem der prominentesten Vertreter des demokratischen Staatsgedankens in der Weimarer Republik. Erzbergers größte politische Leistung war eine grundlegende Finanzreform für das Deutsche Reich 1919. Am 26. August 1921 wurde Matthias Erzberger bei Bad Griesbach im Schwarzwald Opfer eines Attentats.

 

Die Ausstellung wurde erarbeitet von Günter Randecker, Dettingen, und dem Bundesarchiv, Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Rastatt.