Professor Theodor Eschenburg (1904-1999)

Tübinger Perspektiven

 

Ausstellung vom 30.10.-17.12.2004 

 

Am 24. Oktober 2004 jährte sich zum hundertsten Mal der Geburtstag von Prof. Dr. Theodor Eschenburg. Die Universität Tübingen nimmt dies zum Anlass, das Wirken Theodor Eschenburgs als Angehöriger und Repräsentant der Universität sowie, von Tübingen ausgehend, als „öffentlicher Professor“ in Erinnerung zu rufen.

 

Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde am 29.10. die Ausstellung „Theodor Eschenburg (1904-1999): Tübinger Perspektiven“ eröffnet. Der Titel „Tübinger Perspektiven“ wurde gewählt, weil sich die Ausstellung auf die Zeit nach 1945 bezieht. Sie ist nicht nur dem in diese Zeit fallenden Wirken Theodor Eschenburgs gewidmet, sondern ist zugleich ein kleiner Beitrag zur Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die Ausstellung ist bis zum 17. Dezember 2004 im Bonatz-Bau der Universitätsbibliothek (Wilhelmstraße) zu sehen.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der in neun Abschnitten das Augenmerk auf jeweils spezifische Aspekte des Wirkens von Theodor Eschenburg lenken soll. Der erste Abschnitt ist der Biographie und charakteristischen Merkmalen der Person Theodor Eschenburg gewidmet. Der zweite Abschnitt („Tübinger Bürger und Ehrenbürger“) bezieht sich auf die Verbindung zwischen Eschenburg und der Stadt Tübingen. Der „Politik im Südwesten“ ist ein eigener Abschnitt gewidmet, der insbesondere an Eschenburgs Beitrag zur Gründung des Südweststaats erinnert. Die zwei nächsten Kapitel beziehen sich auf sein universitäres Wirken: als akademischer Lehrer (mit „seinen“ Themen in Lehre und Publikationen) und als Rektor der Eberhard Karls Universität. In den nächsten drei Abschnitten werden, vor allem der Übersichtlichkeit halber, Facetten seines von Tübingen ausgehenden, weit über die Universität hinausreichenden Wirkens aneinandergereiht, die letztlich eng zusammen gehören: als „öffentlicher Professor“, als „kritischer Begleiter der Politik“ und als „Publizist“. Abschließend wird an die zahlreichen Würdigungen erinnert, die Theodor Eschenburg erfahren hat. Jedem Abschnitt ist im Katalog eine kurze einführende Erläuterung vorangestellt.