Oasensiedlungen in Oman

Ausstellung vom 3.-20.4.2002

 

Ein interdisziplinäres Forschungs- und Dokumentationsprojekt durchgeführt von

 

Sultan Qaboo Universität Muscat / Oman, College of Arts and Social Sciences, Department of Archaeology; Universität Tübingen, Fakultät für Kulturwissenschaften, Orientalisches Seminar; Universität Stuttgart, Städtebau-Institut; Universität Kassel, Lehrstuhl für Tropische und Subtropische Pflanzen; Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung, Berlin; Architekt Knut Lohrer, Stuttgart

 

 

Oasen sind das herausragendste Element der omanischen Kulturlandschaft. Seit 5000 Jahren prägen sie die Geschichte und Kultur des Landes. Die Modernisierung Omans leitete einen Prozess rapider Veränderungen ein. Die Untersuchung und Dokumentation der Transformationsprozesse in omanischen Oasensiedlungen ist Gegenstand eines 1998 initiierten omanisch-deutschen Forschungsprojekts. An eine 2-jährige Pilotphase, die durch die Unterstützung der Sultan Qaboos Universität / Muscat und dem Land Baden-Württemberg (Forschungsschwerpunkt-Programm) ermöglicht wurde, schließt sich seit 2002 eine zweite Projektstufe an, die von der Sultan Qaboos Universität und der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

 

Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck von den durch die verschiedenen Disziplinen angewandten Methoden und den Arbeitsergebnissen der ersten zwei Jahre. In einem repräsentativen Schnitt durch das westliche Hajjar-Gebirge untersuchten und dokumentierten omanische und deutsche Wissenschaftler und Studenten die Archäologie, Geschichte, Architektur, Siedlungsstruktur, Ethnographie und die Agrarsysteme von Siedlungen im Wadi Bani Awf, in Balad, Seet, Misfat al-Abriyin und al-Hamra. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf die Transformationsprozesse in der Landnutzung der Siedlungsstruktur und der materiellen Kultur von den frühesten Hinweisen auf Siedlungen bis in die Gegenwart. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchungen werden Perspektiven und Vorschläge bezüglich der künftigen Entwicklung und der Bewahrung des kulturellen Erbes erarbeitet.

 

Die Ausstellung wird vom 22.10. - 17.11.2002 auch im Völkerkundemuseum Heidelberg zu sehen sein.