100 Jahre Tropenmedizin

Eine Reise durch 100 Jahre Tropenmedizin zur Gesundheit in der Einen Welt, 02.05.-27.06.2017

 

Ausstellung "Vom Chininbaum zur Ebola-Impfung"

 

Sich als Entwicklungshelfer in fremde Länder zu begeben, ist für viele eine faszinierende Vorstellung. Schon vor über 100 Jahren machten sich Missionare und Missionsärzte allein oder mit ihren Familien auf den weiten Weg über die Weltmeere. In Tübingen erhielten die Ausreisenden eine tropenmedizinische Ausbildung und Vorbereitung auf den Auslandseinsatz und bei ihrer Rückkehr eine medizinische Nachversorgung. Die Ausstellung "Vom Chininbaum zur Ebola-Impfung – Eine Reise durch 100 Jahre Tropen-medizin zur Gesundheit in der Einen Welt" skizziert die Entwicklung der Tropenmedizin in Tübingen und der weltweiten Gesundheitsarbeit von der Gründung des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) im Jahr 1906 bis heute. Die Ausstellung ist bis zum 27.06.2017 in der Wandelhalle im Bonatzbau der Universitätsbibliothek der Eberhard Karls Universität in Tübingen zu sehen.

 

 

Die Ausstellung zeigt unter anderem eine Korrespondenz zwischen Albert Schweitzer oder Hermann Hesse mit dem damaligen Difäm-Direktor und ersten Professor für Tropenmedizin an der Eberhard Karls Universität in Tübingen, Dr. Gottlieb Olpp, sowie Lehrmaterialien aus alten Zeiten, darunter Schriftstücke, Bildtafeln und Exponate aus Übersee und des ehemaligen Tropengenesungsheim, der heutigen Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus gGmbH. Eine Begleitbroschüre zur Ausstellung ist im Difäm oder bei der Ausstellungseröffnung erhältlich.

 

  

 

Konzipiert wurde die Ausstellung von Dr. Jakob Eisler vom Archiv der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Das Landeskirchliche Archiv in Stuttgart-Möhringen hatte im Jahr 2011 den Gesamtbestand des Difäm übernommen. In den folgenden Jahren erschloss das Archiv die Archivalien und das Bibliotheksgut und machte es für die Forschung nutzbar. Das Findbuch ist online auf der Seite des Archivs einsehbar. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Lechler Stiftung.

 

   

 

Geschichtliche Hintergründe zur Ausstellung