19. Miniausstellung: Die Nibelungen

Der Stoff des Nibelungenlieds wurde bis Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts mündlich tradiert und schließlich von einem unbekannten Verfasser schriftlich niedergelegt.

 

Es handelt sich um keine eigene Dichtung, sondern um die Verquickung verschiedener Überlieferungen, deren Wurzeln bis ins frühe Mittelalter reichen. Historische Fakten lieferten die Grundlage für den Stoff, dessen Erzählvarianten zum Teil erheblich voneinander abweichen oder in sich widersprüchlich sind.

 

Die Nibelungensage zählt zu den germanischen Heldensagen. In den Heldensagen gibt es einen Bezug zu historischen Tatsachen, jedoch keine faktentreue Wiedergabe. Historische Zusammenhänge werden auf elementare menschliche Affekte und Konflikte zurückgeführt wie Eifersucht, Habgier oder Rache. Auch erfolgt eine Anpassung historischer Fakten an traditionelle Erzählschemata und –motive. Handelnde Personen (z.B. Gunther und Etzel) lebten oft nachgewiesenermaßen zu unterschiedlichen Zeiten und konnten sich somit nie begegnet sein...

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In unserer neuen Miniausstellung im Übergang vom Hauptgebäude zum Ammerbau erfahren Sie, wie der Nibelungen-Sagenstoff durch die Jahrhunderte und in verschiedenen Literaturgattungen weiter entwickelt wurde.

 

Dauer der Ausstellung: 12.4. - 16.6.2013

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-24 Uhr; Sa u. So 10-22 Uhr



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