Universitätsbibliothek

Das neue Universitätsviertel

Industrialisierung und Reichsgründung veränderten die Bildungslandschaft im Deutschen Reich von Grund auf. Die universitären Disziplinen differenzierten sich weiter aus, aus Lehrstühlen entwickelten sich Institute, naturwissenschaftliche Fakultäten wurden gegründet.

In Tübingen stieg die Zahl der Studierenden zwischen 1895 und 1912 von 1.262 auf 2.148, die Zahl der Hochschullehrer um 30 % auf 190. Parallel dazu wuchs der Bestand der Universitätsbibliothek enorm: Betrug der jährliche Zuwachs 1881 noch ca. 3.800 Bände, waren es zwischen 1901 und 1911 durchschnittlich 13.000 Bände.

Die Bibliothek musste sich neben der wachsenden Raumnot zunehmend auch damit auseinandersetzen, dass ihre Nutzer ins neue Universitätsviertel an der Wilhelmstraße „verzogen" waren.

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