Die Bibliothek in der Alten Aula

Die Alte Aula im Jahre 1776. Aquarellierte Federzeichnung von Johann Konrad Schleehauf (1739-1785, herzogl. Württ. Hofmaler).
Auszug aus dem "Testament des Ludwig Gremp von Freudenstein der Rechte Doktor und Advokat der Stadt Straßburg vom 11. Mai 1583. ..."

 

Im Jahr 1547 wurde auf dem Gelände des Sapienzhauses das neue Universitätshaus („Aula nova") bezogen und die Bibliothek in den unteren Stockwerken eingerichtet.

Ohne geregelten Etat war die Bibliothek beim Bestandsaufbau auf Stiftungen und Schenkungen angewiesen.

So vermachte Ludwig Gremp von Freudenstein (1509-1583), der an der Juristischen Fakultät in Tübingen gelehrt und sich 1540 als Stadtadvokat in Straßburg nieder gelassen hatte, in seinem Testament der Universitätsbibliothek seine Büchersammlung mit 2.600 Bänden.

 

Der Bestandsvermehrung sollte ein erstes „Pflichtexemplargesetz" dienen, das in den Senatsstatuten von 1601 nebst einer ersten Benutzungsordnung für die Bibliothek erlassen wurde:

Zutritt zur Bibliothek hatten ausschließlich Professoren, andere Personen nur unter Aufsicht und Verantwortung des Bibliothekars.

 

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