Historische Drucke und Rara

Die historischen Bestände

Neben den Drucken des 15. Jahrhunderts (Inkunabeln) besitzt die Universitätsbibliothek Tübingen einen umfangreichen Bestand an Drucken des 16. bis 18. Jahrhunderts.

 

Einen ersten Überblick über den Bestand erbrachten die Arbeiten für die Beschreibung des historischen Bestandes der Universitätsbibliothek Tübingen im "Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland", die eine Menge von etwa 50.000 Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts ergaben.

 

Der Rara-Bestand umfaßt heute ungefähr 90.000 Bände. Ein wichtiger Schwerpunkt der Sammlung liegt im Bereich der theologischen Literatur, die schon seit der Gründung einen großen Raum eingenommen hat. Einen bedeutenden Zuwachs an theologischen Beständen bekam die Universitätsbibliothek im Zuge der Säkularisation aus den aufgelösten Klosterbibliotheken.

Auch die juristische Literatur des 16. bis 18. Jahrhunderts ist stark vertreten, einen wichtigen Grundstock bildet hier die Bibliothek des Straßburger Stadtsyndikus und ehemals Tübinger Rechtsgelehrten Ludwig Gremp von Freudenstein.

Die juristischen Bestände wurden besonders im 18. und 19. Jahrhundert durch den Erwerb ganzer Bibliotheken aus den Nachlässen von Professoren der Universität stark ausgebaut.

 

Überhaupt hat die Übernahme von Gelehrtenbibliotheken der Universitätsbibliothek eine Reihe von sehr bedeutenden Spezialsammlungen zugeführt wie z.B. zahlreiche botanische Tafelwerke aus dem Besitz Hugo von Mohls und wichtige medizinhistorische Bestände aus den Bibliotheken von Johannes Fabri, Hermann Friedrich Autenrieth und Karl von Schäffer.

 

Rara 

Zu den Rara zählen alle Werke zwischen 1501 und 1700, außerdem Schriften, die selten, unwiederbringlich oder besonders kostbar sind.

Diese sind nahezu vollständig im Bibliothekskatalog Tübingen verzeichnet und können direkt in den Handschriftenlesesaal bestellt werden.

 

Sonstige Rara

Werke, die zwischen 1700 und 1900 entstanden sind, gelten zwar nicht in engerem Sinne als Rara, unterliegen jedoch ebenfalls einem besonderen Schutz. Sie werden nicht nach Hause verliehen, sondern müssen im Lesesaal benutzt werden. Auch das Kopieren ist eingeschränkt, die Selbstkopie meist untersagt.

 

Grundsätzlich können Bücher und Zeitschriften zu Rara erklärt werden, wenn sie stark gefährdet (z.B. schlechtes Papier) oder, aus welchem Grund auch immer,  sehr selten sind.

Kontakt

 

Universitätsbibliothek

Wilhelmstraße 32

72074 Tübingen

 

Tel.: +49 7071 29-72846

 

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