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02.10.2017 14:34

Wikinger und Normannen

Books To Go im Oktober

 

Wenn ein Archäologe von einer Wikingersiedlung spricht, umreißt er mit einem einzigen Wort den geographischen Raum

(den größten Teil Skandinaviens und die von Skandinaviern kolonisierten Gebiete außerhalb),

den Zeitrahmen (ca. 750 – 1100), die Besonderheiten dieser Gesellschaft (z.B. die Bedeutung von Schifffahrt und Fernhandel), die gesamte Kultur von den Glaubensvorstellungen bis zur Kunst, die Hausbauweise, Typen und Formen aller möglichen Gegenstände vom Wikingerschiff über Waffen, Runensteinen und Schmuck zu Haushaltsgegenständen.

Die historischen Quellen dagegen verwenden den Begriff „Wikinger“ äußerst selten. Gemeint sind immer Piraten, Krieger,

die blitzschnell von See her angreifen, rauben und morden und ebenso schnell wieder auf ihren Schiffen verschwinden. Ausführlicher äußern sich die mittelalterlichen Sagas. Sie unterscheiden auch zwischen Wikingern und Wikingfahrt.

Was Laien sich unter Wikingern vorstellen, ist ein ganz anderes Thema.

Die Wikinger haben sich aus unerklärlichen Gründen zu einem Mythos entwickelt, dem mit historischer Wahrheit nicht mehr beizukommen ist. Und die Tourismusindustrie wirbt schon lange mit dem so populären Wikinger-Image.

Der Begriff „Normannen“ (Nordmänner) kam im Mittelalter erst später im Zusammenhang mit dem Seßhaftwerden der Krieger aus dem Norden und ihrer Staatenbildung (Normandie, Sizilien) auf.

 

Lesen Sie mehr über Wikinger und Normannen, unser Books To Go im Oktober.